IMZWISCHENRAUM
DIE TÜR
Manchmal passiert außen wenig.
Und innen öffnet sich etwas,
das größer ist als der Moment selbst.
Reiz da.
Reaktion noch nicht.
Eine Tür geht oft auf, bevor du weißt, wohin sie führt.
Nicht als fertige Wahrheit. Eher wie ein Spalt, durch den ein alter Raum sichtbar wird.
Woran merkst du, dass gerade eine innere Tür aufgeht?
Nicht hindurchgehen. Erst die Schwelle finden.
Hinter einer Tür liegt selten nur dieser eine Moment.
Der äußere Moment öffnet nur. Was dahinter auftaucht, war oft schon vorher da.
Etwas Kleines im Außen berührt eine größere Stelle innen.
Noch ist nichts sicher. Aber etwas ist nicht mehr ganz geschlossen.
Der geöffnete Raum ist oft älter als der aktuelle Moment.
Du kannst bemerken, bevor du aus dem alten Raum reagierst.
Eine geöffnete Tür ist nicht automatisch Wahrheit.
Wenn innen ein Raum aufgeht, wird oft schnell ein Bild daraus.
Manchmal öffnet der Moment einen Raum, der schon lange in dir existiert.
Nicht als Schuld. Eher als gespeicherte Stelle.
Eine Tür offen zu lassen bedeutet nicht, darin zu wohnen.
Es bedeutet nur: nicht sofort alles schließen. Erst sehen, welche Tür gerade aufgegangen ist.
WeiterZwischen Tür und Reaktion liegt ein kleiner Raum.
Was ist wirklich passiert? Und was hat sich in mir geöffnet?
Manchmal ist sie nur ein Eingang.
Welche Tür ging in dir zuletzt auf, ohne dass du es sofort bemerkt hast?
Vielleicht hat etwas im Außen nur den Spalt geöffnet.
Nicht folgen. Noch nicht.