IMZWISCHENRAUM
Reaktion noch nicht.
Bevor du etwas daraus machst.
Zwischenraum ist ein Zustand.
Nicht eine Lösung.
Nicht eine Übung.
Nicht ein Weg, der dich verbessern will.
Zwischenraum ist der Moment,
in dem etwas schon begonnen hat
und du ihm noch nicht gefolgt bist.
Ein Reiz.
Eine Bewegung.
Eine Deutung, die schon loswill.
Noch nicht die Reaktion.
Nicht folgen. Noch nicht.
Mehr braucht der Zustand nicht.
Kein richtiger Ort.
Keine richtige Technik.
Nur ein kurzes Nicht-Mitgehen,
bevor aus dem Reiz schon eine Geschichte wird.
Manchmal merkst du ihn im Körper.
Manchmal im Satz.
Manchmal nur als Zug nach vorne.
Es muss nicht sichtbar sein.
Es reicht, dass du ihn nicht sofort füllst.
Eine Spur ist keine Antwort.
Sie erklärt dich nicht.
Sie heilt nichts.
Eine Spur ist nur eine Stelle,
an der der Zwischenraum
für einen Moment erkennbar wird.
Wo es gerade enger oder schneller wird.
Nicht die richtige Tür suchen. Den Zustand nehmen, der schon da ist.
Die Spuren bleiben im Hintergrund.
Sie sind nicht der Einstieg.
Nicht ein Weg, der abgearbeitet werden muss.
Wer bleiben will, findet weitere Stellen.
Wer nur das Wort braucht, darf gehen.
Eine Stelle reicht.
Der Zwischenraum beginnt nicht,
wenn du etwas Neues findest.
Er beginnt,
wenn du merkst,
dass du schon folgen wolltest.