DER ATLAS
Zwanzig Stellen.
Ein Zwischenraum.
Nicht als Reihenfolge.
Nicht als Aufgabe.
Nicht als Weg, der abgeschlossen werden muss.
Eher als Landschaft:
Manche Stellen liegen näher.
Manche bleiben still.
Manche begegnen dir mehr als einmal.
Der Atlas bleibt ruhig, bis eine Spur betreten wird.
Persönliche Erinnerung öffnenWo Wahrnehmung beginnt
Die ersten Spuren öffnen den Moment, bevor er festgelegt wird.
Wo du merkst, wodurch du gerade schaust.
Wenn sich etwas vor den Moment legt.
Wenn etwas schon unterwegs ist, bevor gewählt wurde.
Wenn der Ablauf nicht sofort weitergeht.
Wo der Körper weiterträgt, bevor etwas getan wird.
Wo es enger wird
Diese Spuren zeigen Stellen, an denen das innere System sichern, halten oder vorausgreifen will.
Was Form angenommen hat
Manche Spuren zeigen, was gelernt wurde, bevor es als Ich erlebt wurde.
Welche gelernte Form irgendwann Ich hieß.
Was du betrittst, sobald Raum, Mensch oder Blick da ist.
Wenn du merkst, dass du wieder an derselben inneren Stelle bist.
Wo Begegnung spürbar wird
Diese Spuren öffnen Stellen, an denen Nähe, Grenze, Vertrauen und das Ungesagte wirken.
Die Linie, an der du dich selbst wieder spürst.
Kontakt ohne Verschmelzung.
Boden spüren, obwohl nicht alles bewiesen ist.
Wenn außen etwas Kleines innen einen größeren Raum öffnet.
Wenn etwas zwischen Menschen steht, bevor es Worte findet.
Wo es leiser wird
Diese Spuren führen nicht weiter nach außen. Sie lassen etwas stiller, weiter oder offener werden.
Wenn die innere Hand nicht mehr mit derselben Kraft halten muss.
Wenn nichts sofort etwas aus dir machen will.
Wenn nichts Neues darübergelegt wird.
Vor der nächsten Form bleibt etwas offen.
Der Atlas muss nicht vollständig werden.
Er ist nicht dafür da,
alles zu besuchen.
Er ist dafür da,
eine Stelle zu finden,
die gerade näher liegt.
Und später vielleicht zu sehen,
welche Spuren in dir weitergetragen wurden.